„Ich will in einem Land leben in der die Merheitsgesellschaft schwarz ist.” so oder so ähnlich lautete die Antwort von einem Bekannten auf meime Frage warum er für so lange nach Trinidad geht. Mir fällt es ja nicht schwer in der deutschen „weißen“ Mehrheitsgesellschaft als „weiß“ durchzugehen (zu passen) andere haben es da schwerer. Seit diesem Satz muss ich öfter darüber nachdenken was mein Bekannter da gesagt hat, erst recht als ich in der U- Bahn nach Harlem saß, diese schwarze Enklave in New York. Alle Insassen des Wagons waren schwarz. Man kann mir ruhig vorwerfen das ich da ein wenig zu doll drauf ausraste aber durch meine eigene Vergangenheit und Migrationshintergrund (boa ich muss mich immer zusammenreißen wenn ich dieses Wort schreibe) bin ich sensibilisiert für so was. Allein schon wegen meiner Hip Hop Zuneigung (und wie immer geht es um HIP HOP) war ich früh mit den Problemen der Afroamerikanischen Bevölkerung der USA in Kontakt gekommen (spezieller noch bin ich mit der Sicht Afroamerikaner in New York in Kontakt gekommen da ich eher dem Eastcoast Hip Hop zugeneigt war). Auch durch Afroamerikanische Comedians wurde mir einiges über die gegenwärtige und vergangene Situation schwarzer Menschen in Amerika klar. Sei es die Gefühle gegenüber der Polizei, umgekehrter Rassismus oder Stereotypen.
Natürlich herrschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und so mit auch in New York immer noch katastrophale Zustände in Sachen sozialer Gerechtigkeit wenn man durch/ in die Ghettos fährt und die Projects sieht wird einem sofort klar das dies eine Welt ist in der man jeden Tag kämpfen muss. Aber davon abgesehen war es schon ein überweltigendes Gefühl in einer Stadt zu sein die so sehr von der schwarzen Kultur (nicht nur Hip Hop Kultut) geprägt ist. New York ist natürlich noch von anderen Kulturen geprägt.
Vor gut einem Jahr wurde Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Am 4. November 2008 verfolgte ich die historische Nacht an 2 Bildschirmen und schrieb auch ein wenig mit/darüber. Es war mir klar das ich einem großen Moment beiwohnte, zwar nur über den Bildschirm aber die Emotionen die in dieser Nacht in den Straßen Amerikas herrschten spürte man bis in mein kleines Zimmer in der OWL Metropole.
Als ich mir die Rede Obamas anhörte
und der Spruch „Yes we can“ durch den Grant Park in Chicago schallte, die Rührung in Form von Tränen in den Augen der Jungen, Alten, Schwarzen, Weißen, Männer und Frauen habe ich mir vorgestellt wie es wäre wenn es einen ähnlichen Moment in Deutschland geben würde. Wie es wäre wenn sich alle Leute aufraffen würden zu wählen, wie es wäre einen Kandidaten zu haben den man wirklich WIRKLICH glauben kann. Nun ja die Realität hat mich wach gerüttelt (schwarz/ gelb my ASS). Trotzdem oder gerade deswegen war es schön die Szenen die sich am 4. November des letzten Jahres abspielten und der Weg dorthin in der Dokumentation „Obama hautnah- Sein Weg ins Weiße Haus“ zu sehen.
Man darf die Hoffnung wohl nicht aufgeben denn change can happen und bestimmt wird es irgendwann wohl auch zu solch tollen Momenten auf den Straßen Deutschlands kommen.
Ein bisschen Random aber passt doch zum Thema Obama:
Es ist jetzt 38 Tage her das ich die Stadt verlassen hab aber irgendwie habe ich die Stadt nicht verlassen. Es wird auf jeden Fall noch einige Einträge über die Stadt geben aber jetzt erst mal DAS MEIN Video offiziell (endlich).
Geil ich hab’s geschafft das jeder nach nur einem Satz weiterklickt. Also laut den Kindern des Sprachcamps und meines Vorgesetzten bin ich Vater denn noch nie ist es vorgekommen das ich so oft als Vater bezeichnet wurde. Ein Kind dachte das ein Mädchen welches ich an der Hand hielt und bat was warmes anzuziehen meine Tochter wäre, für einen Moment war mein Herz mit einer wohligen Wärme gefüllt. Ich nenne es Vatergefühl.
Wie wäre es wohl wenn da so ein kleiner lockiger Mensch rumlaufen würde auf den ich immer achten müsste könnte? Vielleicht gibt es ihn schon (aber ich weiss nicht wie das passiert ist)? Ich könnte endlich wieder Nikolaus- Singen gehen ( für alle anderen ist das St. Martin- Singen), das Kinder Programm schon ab 6 Uhr gucken und die lockigen Haare kämmen. Das hört sich alles ganz schön an doch bis dahin müssen erst noch einige andere Schritte unternommen werden doch ich freue mich jetzt schon drauf. Wenigstens habe ich schon den Vater Bart.
Auf der letzten grossen Party auf der ich war sagte eine Freundin zu mir: „Ich hab mir letztens deinen Blog angeguckt um zu sehen ob da was depressives steht.”. Damit wusste ich nichts so recht anzufangen. Nun denke ich aber hätte diese Freundin letzte Nacht meine tweets gelesen wäre sie voll auf ihre kosten gekommen.
Ich war wieder in New York doch diesmal achtete ich nicht auf Gebäude, Kunst oder Straßennamen. Ich suchte ein Haus, dem Haus in dem sie wohnte. Wir hatten uns einige Monate nicht gesehen. Der Apple Laden auf der Ecke hatte schon zu.
Da war das Haus, an einer Klingel fand ich ihren Namen neben 4 anderen, ich drückte sie und nach einigen Sekunden summte es. Die Wohnung befand sich im 3. Stock, ein braun/ blondes Mädchen machte mir auf ich erklärte ihr wer ich war doch sie kannte mich schon von Bildern. „Die müsste gleich von der Arbeit kommen.” entgegnete sie mir ohne das ich was gefragt hatte, ich stand einige Zeit im karg eingerichteten Wohnzimmer (überhaupt war die Wohnung kaum eingerichtet). Plötzlich hörte ich einen Schlüssel sich im Schloß drehen und da stand sie. Die Freude war ihr ins Gesicht geschrieben aber da war noch was anderes. Hätte ich ihr bescheid sagen sollen das ich vorbeikomme? Sie bemühmte sich den weiteren abend fröhlich zu wirken was natürlich nicht so funktionierte dazu kannten wir uns zu gut. Wir unterhielten uns bis spät in die Nacht irgendwann erinnerte ich sie daran das sie am nächsten Morgen zur Arbeit musste und ich vielleicht langsam gehen sollte ich war ja noch 2 Tage in der Stadt und hatte nichts vor. Ich brachte sie in ihr Bett, eine Art Futon. Auch ihr Zimmer war spärlich eingerichtet. Im Bett liegend sah ich die ganze Traurigkeit in ihrem Blick, sie sagte nichts ich auch nicht, ein stiller Moment den ich seit einiger Zeit nicht mehr hatte. Ich nahm sie in den Arm und küsste ihren Kopf in der Hoffnung damit würden ihre Sorgen verfliegen. Mir war bewusst das sie in den nächsten 2 Tagen nicht über das sprechen würde was sie bedrückt und mit nach Hause kommen würde sie auch nicht obwohl ich sie am liebsten mitnehmen würde.
Es geht hier um dich. Egal wo du dich auf diesen Planeten befindest ich würde immer kommen um bei dir zu sein wenn du mich brauchst.
Über die twitterei von Amy& Pink bin ich auf dieses Video, gemacht von Spike Jonez und in der Hauptrolle Kanye West, aufmerksam gemacht worden. Ein, wie ich finde, wundervoller Kurzfilm mit einem brillierenden Kanye vielleicht auch weil er nicht spielen muss. Hier kann man den Film angucken ich glaube der ist schon ein bisschen älter habe ihn aber vorher noch nicht gesehen.
UPDATE
Das Video ist wieder weg, ich hoffe es taucht wieder auf.
Bei meinem Nacht- Job ist vor einiger Zeit zu Umstrukturierungen gekommen. das bedeutet für mich noch weniger Kontakt zu den Bewohnern der alten WG in der ich sonst gearbeitet habe und eine langweiligkeits Steigerung von 75%, das könnte sich zwar jede Nacht ändern aber die Chancen sind relativ gering.
Ich kam in den Marktkauf und wäre wohl post wendent wieder raus gegangen wenn es da nicht noch ein paar Dinge gab die ich nur dort holen konnte. Die Schlangen vor den 16 Kassen schlängelten sich bis in die Hemdenabteilung. Dies veranlasste einige Männer sich das karrierte Hemd genauer anzusehen und wenn man schon dabei ist kann man sich auch gleich die Krawatten anschauen. Getrieben vom Hunger wollte ich schon die Dose Linsensuppe aufbeißen und sie kalt verzehren.
Beim Blick in die Einkaufswagen meiner sich-die-Beine-in-den-Bauch stehenden Mitkonsumenten könnte man annehmen das morgen der Krieg anfängt. Diese Massen!
6 Minuten stand ich in der Schlange zur Schnellkasse, 7 Produkte darf man hier kaufen, noch mal nachzählen ahh genau 7. Plötzlich klingelt das mobile Telefon, auf dem Display erscheint das Bild meines Konsolenbruders er bittet mich doch noch Brötchen mitzubringen. Also raus aus der Schlange Brötchen holen und dann wieder anstellen aber halt jetzt habe ich 8 Produkte folglich kann ich micht jetzt nicht mehr an der Schnellkasse anstellen, so weit ist mit mir schon das ich mich diesen Regeln unterwerfe, das würde jeden Kunden auf die Palme bringen wenn dieser Buschmensch der sich nicht mal die Haare kämmt einfach an der Schnelkasse anstellt obwohl er 8 Produkte hat. Hieß im Klartext ich muss mich an eine „normale“ Kasse anstellen. Nach 12 Minuten war ich endlich an der Reihe und nachdem alle Produkte eingescannt waren durfte hätte ich zahlen sollen doch laut Karte konnte ich kein Geld an die große Ladenkette im Tausch gegen die Produkte überweisen. Ein einstündiger aufenthalt für Katz und wieder einmal gewartet, gewartet um gesagt zu bekommen das man broke ist!