Archiv der Kategorie: Diary Styles

Conclusion

Ich schreibe diesen Text um 5:17 Uhr (AM) denn in einigen Stunden ist das Jahr 2012 Vergangenheit (völlig außer Kontext fällt mir eine Line von Torch ein ” Vergiss die Zukunft das ist die Zeit in der du eben warst” vor einigen Stunden saß ich mit alten Freunden an einem großen Tisch und genoß ein salzige Essen und den unleckersten Long Island Ice Tea den ich für 9 € bekommen hab. Das Jahr in der allerhand passierte in meinem, eurem und deren Leben, da mag man jetzt noch nicht sehen aber glaubt mir bei euch ist einiges passiert. Doch über das Jahr aus eurer Sicht könnt ihr selber schreiben hier wird über meines berichtet.
Damit wären wir auch schon bei einem großen Punkt, Berichte mehr, mehr, mehr

24+3+1983

Am Samstag wurde ich 29. Das älter werden ist mir eigentlich ziemlich egal also von der Zahl her jetzt doch mache ich mir in regelmäßigen Abständen erheblich Sorgen von meinem vorankommen im Leben ,speziell im Studium, aber auch so Familien Kram hängt mir im Kopf herum. Alle anderen sind “weiter” als ich im Beruf/Studium/Familie/Liebe/Seelisch.

Aber genau dieses “Alle anderen” hat mich was am Samstag erkennen lassen durch alle meine “Um”wege und Verlängerungen habe ich “Alle anderen” kennen gelernt. Manche kenne ich seit fast 15 Jahren andere erst 1 ½ Jahre und als ich mich Samstag so umschaute und beobachtete wie sich mein Streetball Kollege Till mit meiner Kommilitonin Anja unterhielt oder wie Kolja mit Abiturient und Tanja meiner kurzzeitigen Arbeitskollegin “Wind of Change” Sang wurde mir klar das mir all diese Verzögerungen/Umwege/Auszeiten egal sind so lange ich auf diesen solche Menschen kennen lernen darf.

Es sind die besten Menschen. Habt ihr gehört ihr seid die besten Menschen egal ob ihr zu spät gekommen seid, ob ihr früher gegangen seid, ob ihr nicht mit im Stereo wart oder ob ihr überhaupt da wart.

Ich kann nicht ausdrücken wie geil es ist euch alle zu kennen und wie toll es war dass so viele von euch sich in meine kleine Wohnung gequetscht haben. Sollte ich noch 80 Semester studieren um noch mehr so awesome Menschen kennen zu lernen nehme ich diese gern in kauf.

Danke

Melden

Dieser Artikel ist an Leute gerichtet die wohl eher nicht hier reinschauen. Es soll so was wie eine Entschuldigung sein, eine Entschuldigung meiner Abwesenheit. Dieses Jahr habe ich mich sehr doll zurückgezogen, ich habe mich nicht in mein Zimmer eingeschlossen oder so ich habe mich einfach nicht mehr gemeldet. Bei Menschen bei denen ich mich auch so nur sporadisch gemeldet habe (Hamburg Connection und Köln People). Bei Menschen bei denen ich mich sonst regelmäßig gemeldet habe (und auch regelmäßig habe blicken lassen). In dieser Hinsicht komme ich wohl nach meinem alten Herren. Mir war auch lange nicht bewusst dass ich mich lange nicht bei Leuten gemeldet habe bis ich mal darauf hingewiesen wurde. Ich kann nicht mal sagen warum ich das mache bzw. nicht mache, es ist nicht aus Böswilligkeit. Es fehlt mir wohl der Teil im Gehirn oder Herzen der das “mal melden” mit der Wertschätzung verbindet, für mich haben diese Sachen nie was miteinander zu tun gehabt. Den Leuten an denen mir was legt bringe ich auch noch genau so viel Liebe entgegen wie zu unseren besten Zeiten und es würde nichts daran ändern wenn ich mit ihnen wöchentlich telefonieren würde. Aber ich nehme mir solche Kritik zu Herzen das hier um Menschen geht die mir am Herzen liegen.

An alle Leute die sich angesprochen fühlen es tut mir leid, ich versuche mich zu bessern seid euch jedoch bewusst das ich in regelmäßigen Abständen an euch denke.

(direktliebeaneuch)

Nur eine Erinnerung

Mein letzter Urlaub ist vor 2 Jahren gewesen, er existiert  nur als langsam verblassende Erinnerung in meinem Kopf. Nicht falsch verstehen ich bin wohl einer der Wenigen die Bielefeld sehr schön findet (außer das dreckige Telekom Gebäude) aber in 2 Jahren nur 8 Tage weggewesen zu sein ist dann doch ein wenig zu viel. Mir ist klar das mein Geldbeutel mir nichts fantastisches erlaubt, bedeutet New York ist nicht noch mal drin es sollte aber doch schon im Ausland sein. Eine andere Einschränkung ist die Dauer des Urlaubs aufgrund meines schmalen Geldbeutels kann ich höchstens 5 Tage vereisen. Das ist aber alles eher zweitrangig da es mir darum geht in eine andere Umgebung zu kommen, andere Gerüche zu riechen, einen anderen Himmel zu sehen, andere Straße zu begehen und andere Sprachen zu hören. Bei mir ist Urlaub auch immer mit Flucht verbunden, Flucht vor dem day to day Kram, Flucht vor Entscheidungen. Vielleicht brauche ich auch den Platz im Urlaub um Entscheidungen zu treffen losgelöst von dem ganzen selbst auferlegten Druck oder der der an mich von außen herangetragen wird. Die engen Gassen im Barrio Gòtico, Kopenhagen die Hauptsstadt auf der Insel, Gamla stan oder doch London theoretisch steht mir ganz Europa offen.

Schlauestelefon

Seit knapp 4 Monaten habe ich nun ein so genanntes Smartphone und wie bei jeder technischen Neuheit die ich mir kaufe ging eine gründliche Recherche voraus. Am Ende entschied ich mich für ein HTC Desire S, für Android, für Sense und für erweiterbaren Speicher. Natürlich habe auch ich mit dem iPhone 4 geliebäugelt, da meine restliche Hardware auch aus Cupertino stammt aber als Vertragsloser Mensch gab es für mich nur die Wahl ein Handy zu kaufen und so den gesamten Preis zu zahlen. 600 € für ein Handy?!?!?! Obwohl ich mit einem königlichem Salär durch meine 3 Jobs gesegnet bin konnte ich es dann doch nicht übers Herz bringen dieses Geld für ein Smartphone auszugeben. Zum anderen schreckte mich an dem Apple Telefon das ganze geschlossene System ab, da habe ich ja bei Android ja die komplette Freiheit vielleicht auch zu viel Freiheit.

Bei Android bin ich auch schon bei einem Punkt angekommen der bei HTC immer wieder für Gesprächsstoff sorgt überhaupt bei Android Smartphones allgemein, Fragmentation. Da Android von Google als Open Source OS angeboten wird haben es sich die Hersteller der mobilen Endgeräte zur Aufgabe gemacht der OS ihre eignen Stempel aufzudrücken so gibt es Touchwiz (Samsung), MotoBlur (Motorola) und eben Sense (HTC). Ich gebe zu das Sense zu Anfang auch ein Grund war warum ich mich für ein HTC entschieden habe, mittlerweile ist diese Liebe ein wenig abgeflaut und zwischendurch war sie sogar fast tot da ich mir mit Launcher Pro eine Launcher geholt habe der mich Sense hat vergessen lassen. Mittlerweile erwäge ich sogar mein Smartphone zu rooten damit ich das Original Android habe aber jetzt habe ich ja schon in der Mitte angefangen. Dieses Smartphone ist mein erstes davor hatte ich ein Nokia 6300, das ich in einer nicht so geplanten aber wundervollen “Abschieds”Nacht in Paderborn verloren habe, der Fortschritt war daher riesig.

Vom Design her kann ich nicht meckern und von den zur Zeit gängigen Smartphones finde ich nur das iPhone 4 besser. Es ist klein (3,7 Zoll großer Bildschirm) und hat ein Aluminiumgehäuse das aus eine Stück gefräst ist (ja wie das Mac Book Pro). Mit dem Smartphone habe ich auch das erste mal vollen Zugriff auf das Internet kann Geolocation Dienste nutzen (alles mit einer 30 tägigen 100 MB Flat) und noch andere ganz tolle Sachen machen. Ich erlebe dieses ganze mobile Ding wieder von neu, als ich vor 10 Jahren mein erstes Handy bekommen habe war telefonieren und smsen das non- plus- ultra diese Dinge geraten bei den heutigen Smartphones eher in den Hintergrund. Telefonieren kann man ja fast ganz abschaffen wenn jeder der relevant ist Skype hat kann man so “umsonst” telefonieren und die SMS wird durch WhatsApp ersetzt. Auch beim navigieren ist das neue Gerät eine sehr große Hilfe. Das liest sich gerade so als ob ich aus dem Jahr 1998 komme aber ihr müsst verstehen das dieses Smartphone tatsächlich Neuland für mich als Benutzer ist und ich will es nicht missen.

Nun hat sich aber der Gedanke an ein iPhone 4S wieder in mein Gehirn geschlichen und dies liegt vor allem an Siri. Was Siri wirklich kann hat mir Josh Topolsky von Thisismynext/ The Verge gezeigt

                     (via & © thisismynext/ The Verge)

Erst bei diesen absurden Fragen wird einem klar wie abgefahren diese Software ist und die Frage ob es gesellschaftlich akzeptabel ist mit seinem Handy zu reden stellt sich mir schon nicht mehr seit dem jeder 4. sowieso via Freisprechfunktion “mit sich selbst” redet und wie gesagt das Design ist aus meiner Sicht das Beste. Aber ich finde es irgendwie schon bescheuert das man sich ernsthaft nach 5 Monaten Gedanken darüber macht sich ein neues Gerät anzuschaffen. Abschließend kann ich nur sagen das ich zufrieden mit meinem Smartphone bin auch mit den Möglichkeiten die es mir eröffnet.

Jedes mal wenn ich meinen Kontoauszug sehe

Entschuldigung für das N-Wort.

Hier ist das dazugehörige Video.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie ein Grizzly kämpfen

Ich muss 7 oder 8 gewesen sein, diese 3 Jungs haben mich immer gejagt und geärgert bis zu dem Punkt dass ich nicht mehr raus gegangen bin. Mein Vater fragte mich warum ich nicht nach draußen gehe um zu spielen, zu erst wollte ich nichts sagen doch dann erzählte ich ihm was in den letzten Tagen vorgefallen ist. Er schaute mich an und sagte mir in einem ruhigen Ton (wie immer) “Mischa, the next time they chase you you wont run from them. Jump the biggest one, the one that is the loudest and punch him.”, ich war ein wenig verwirrt mein Vater war kein Mensch der sonst auf Gewalt setzte. Ein paar Tage später jagten mich die Jungs wieder ums Haus und gerade als ich reinlaufen wollte hörte ich eine Stimme vom Balkon des 3.Stocks die sagte “Mischa!”, ich schaute nicht nach oben ich blieb einfach stehen drehte mich um und tat das was mein Vater mir ein paar Tage vorher sagte. Nach einer weile sah ich mich selbst wie ich auf den Jungen einschlug, als wäre es ein Film mein Vater kam und zerrte mich von dem Jungen. Nie werde ich die Blicke der anderen Kinder vergessen. Ab dem Tag jagte mich keiner mehr ums Haus.

20 Jahre später höre ich in “Das Grizzly Lied” dass ein anderer Soldat seinem Sohn den gleichen Ratschlag gab und hinzufügte “mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär”.
Thank you Dad for teaching me how to stand up for myself and kept staying a Father although you didn’t live under the same roof as we.

Und ein Dank geht auch raus an Benjamin.

Sommer mit’nem Ball

AJM, Kuhlenkamp Schule, Gesamtschule, im neuen Melittabad und ganz am Anfang auch am Scholl überall wo man konnte wurde gespielt. Scheiß auf das Netz oder offizielle Höhe, Betong, Hartgummi oder Bordsteine an den man sich den übelsten Bänderriss in der Geschichte aller Bänderrisse holen konnte. In den ganz guten Tagen hat man auf dem Boden in dresdener Sporthallen geschlafen um an den deutschen Meisterschaften teilzunehmen.

Egal wie hart am Freitag gefeiert wurde man schaffte es am Samstag rechtzeitig aufzustehen um nach Hamm/Trier/Brilon/Hannover/Bielefeld oder sonst wo zu fahren und dann auch noch ein gute bis sehr gute Leistung abzuliefern. Unser Motto war “No blood no foul” und dies verteidigten wir auch bis zum Äußersten manchmal so weit dass andere beleidigt wurden. Aber den Ruf als die “Asozialen aus Minden” hatten wir eh weg und ein wenig haben wir dieses Image auch gepflegt, denkt man nur an die male als man früh morgens durch fremde Städte fuhr und nicht zu definierende Töne ins Megafon brüllte. Man spielte bis es zu dunkel wurde oder bis der Körper nicht mehr konnte.

Irgendwann mit 35 kommen wir hoffentlich alle noch mal zusammen und reminizieren darüber ob Lebron besser slammede als Shawn Kemp, die heutigen Point Guards mit solchen wie Tim Hardaway vergleichbar sind, ob es jemanls einen so krassen Rookie Big Man wie Shaq geben wird oder ob es jemals eine so geile Rivalität wie zwischen den Knicks und den Heat in den 90′ern geben wird. Und danach schnüren wir die Knöchelbandage und rücken die Kniestütze gerade um zu sehen wie gut wir noch die Spin Moves drauf haben

28 Jahre

Es gibt nicht viele Leute die ich so lange kenne wie ihn. Seit meiner Geburt haben wir wichtige Zeiten miteinander verbracht. Durch ihn kam ich das erste mal nach Mönchengladbach, in die Küche eines chinesischen Restaurant oder auf den afrikanischen Kontinent. Wir erlebten zusammen den Beginn des Milleniums, den 11.9.2001 und den Wu Tang Clan. Die letzten Jahre hat man sich nicht so oft gesehen aber so ist das wenn man älter wird trotzdem war es  jedes mal wieder so wie die Tage im Kindergarten oder das Jahr als wir im selben Haus gelebt haben. Nun ist es schon einige Wochen her das er weg ist, jetzt kostet es mich mehr als 7,40 € um ihn besuchen zu können. Nun trennen uns 9080 km ich hoffe auch das wir das schaffen.

Nichts bereuen?

Eine Aussage die ich oft höre und die ich bestimmt auch schon des öfteren getätigt habe. „Weisst du ich möchte mit 50 nicht auf mein Leben zurückblicken und sagen hätte ich mal dies hätte ich mal das. Ich will nichts bereuen.”. In diesem Zusammenhang hört man dies oft, ich bin bald 28 und habe rückblickend einiges zu bereuen.

Hätte ich meine Schwester als ich 15 war mal nicht durch die Glastür geschubst. Wäre ich mit 17 doch für ein Wochenende mit Rainbow Tours nach Paris gefahren. Warum habe ich nicht weiter mit Sebastian gerappt?/Warum habe ich aufgehört mit rappen? Warum habe ich Costa damals nicht mehr ins Gewissen geredet? Warum habe ich ihr nicht gesagt was ich für sie empfinde anstatt es einfach verlaufen zu lassen? Wieso habe ich nicht noch 1 Jahr auf’s studieren gewartet und bin nicht nach Norwegen gegangen um auf’m Bauernhof zu arbeiten?

Das sind wohl die größten Dinge die ich bereue, für manch einen ist das nicht weltbewegendes Zeug doch meine Welt hat es bewegt. Ich weiss auch nicht ob dieser Eintrag nur entsteht weil ich auf die 30 zugehe (obwohl ich wirklich kein Problem damit habe) und sehe wie viele meiner Weggefährten fertig mit ihrem Studium sind (das ich es noch nicht bin habe ich zu 85% mir selbst zu zuschreiben), voll im Berufsleben stehen, verheiratet sind, Eltern sind oder ob ich vielleicht doch wieder zu viel Zeit mit Selbstreflexion verbringe?