Archiv der Kategorie: Reisen

Nur eine Erinnerung

Mein letzter Urlaub ist vor 2 Jahren gewesen, er existiert  nur als langsam verblassende Erinnerung in meinem Kopf. Nicht falsch verstehen ich bin wohl einer der Wenigen die Bielefeld sehr schön findet (außer das dreckige Telekom Gebäude) aber in 2 Jahren nur 8 Tage weggewesen zu sein ist dann doch ein wenig zu viel. Mir ist klar das mein Geldbeutel mir nichts fantastisches erlaubt, bedeutet New York ist nicht noch mal drin es sollte aber doch schon im Ausland sein. Eine andere Einschränkung ist die Dauer des Urlaubs aufgrund meines schmalen Geldbeutels kann ich höchstens 5 Tage vereisen. Das ist aber alles eher zweitrangig da es mir darum geht in eine andere Umgebung zu kommen, andere Gerüche zu riechen, einen anderen Himmel zu sehen, andere Straße zu begehen und andere Sprachen zu hören. Bei mir ist Urlaub auch immer mit Flucht verbunden, Flucht vor dem day to day Kram, Flucht vor Entscheidungen. Vielleicht brauche ich auch den Platz im Urlaub um Entscheidungen zu treffen losgelöst von dem ganzen selbst auferlegten Druck oder der der an mich von außen herangetragen wird. Die engen Gassen im Barrio Gòtico, Kopenhagen die Hauptsstadt auf der Insel, Gamla stan oder doch London theoretisch steht mir ganz Europa offen.

20Ausflug10

Ich muss zu meinem bedauern sagen das ich dieses Jahr nur einen Ausflug gemacht habe und zwar in unsere Hauptstadt, Berlin. Nicht um irgendwelche abgefahrene Konzerte zu besuchen oder um irgendwas anderes abgefahrenes zu machen was man nur in Berlin machen kann weil es da ja überhaupt nur abgefahrene Sachen zu machen gibt und ich ja sowieso die Schnauze voll hab von diesem provinziellen Leuten…. Entschuldigung ich habe mich gerade ein wenig in rage geschrieben. Also wo war ich? Ach ja Berlin. Also ich war dort um mich mit anderen “Nerds” zu treffen im Rahmen der re: publica 10, die sehr informativ war. Doch waren die tollen Gäste (u.a. Jeff Jarvis, Melissa Grant, Peter Krause und Daniel Schmitt) nicht der Hauptgrund warum ich diesen Ausflug so toll fand. Es war die Begegnung mit Philipp, Anne, Peter, Timm und anderen die ich nur aus dem WWW kenne. Die Art und Weise wie mann miteinander umgegangen ist wie ich aufgenommen wurde sucht seines Gleichen, mit guten Gewissen kann ich sagen das ich jetzt ein paar mehr nette Menschen in Münster, Hamburg und Berlin kenne und falls sich einer von denen jemals nach Bielefeld verirren sollte ihr habt einen Schlaf/ Trink/ Party/ Teeplatz sicher.

Wirklich der dank für die Tage in Berlin kommt aus tiefsten Herzen.

One Year ago (Part 2)

Es war wie die ganzen Tage ein wenig schwül und ich machte mich mit meinem ersten Frühstück auf den Weg nach Oben. Oben war der Spot to be während meines Aufenthaltes in DER Stadt. Nun war ich zum ersten mal bei Tag auf dem Dach, vor 6 Tagen war ich noch komplett perplex beim Anblick der nächtlichen Skyline. Während ich nun da oben auf dem Dach saß und meine ca. 700. Flasche Snapple trank reflektierte ich (zu einem kleinem Teil) was in den letzten Tagen geschah, es war allerhand. Der Typ in Staten Island der mit einem grimmigen Gesicht auf mich zukam (im Kopf dachte ich schon „Hoffentlich dreht er nicht die Klinge in der Stichwunde”) nur um zu sagen: „Nice Fro, Brother:” darauf folgte einer von vielen Saltos die mein Herz schlug, der Blick vom Top of the Rock aufs nächtliche NY und der Spaziergang durch Chinatown. Es gibt noch 1000 andere Sachen aber mein Gehirn war noch nicht bereit.

Bye, bye New York City.

One Year ago (Part 1)

Ich saß in diesem Park, in diesem großen Park, in diesem großen Park in dieser großen Stadt. Endlich mal Zeit zu verarbeiten was mit mir geschah.

Nach so vielen Jahren war ich wirklich in dieser Stadt, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich aus der U- Bahnstation Lexington Avenue ausstieg zweifelt ich daran das ich jemals diese Stadt mit meinen Augen sehen würde. Ein Tag neigte sich im Park zum Ende, ein Tag an dem ich in Harlem war, ein Tag an dem ich Kunst sah (und ich meine meine Art von Kunst), ein Tag an dem ich den alten Geist von Hip Hop in mir spürte von dem ich irgendwie gehofft hatte ihn hier wieder zu finden.

Ich danke dir Stadt an der Ostküste.

re:schnitt

So das erste mal in 2 Tagen das ich ein wenig Zeit hab um das was ich in den letzten 3 Tagen hier erlebt habe zu verarbeiten. Mittwoch habe ich vor lauter online gelaber tatsächlich mein physisches Ticket vergessen dann im Friedrichstadtpalast angekommen musste ich feststellen das es 3 Schlangen gab an denen man sich anstellen konnten ich stellte mich natürlich, wie es mir jahrelang beigebracht worden ist, an einer an. Nach 15 Minuten wurde mir dann bewusst das es die falsche Schlange war ich musste in die für die Besucher deren Nachnamen mit A- G anfingen, leider hat man vergessen uns vorher darüber aufzuklären das die Schlangen so aufgeteilt wurden.

Nun ja so war es Zeit sich den ersten Vortrag anzuhören/ anzuschauen, dieser wurde von Evgeny Morozov gehalten und beschäftigte sich damit ob manch manch eine politische Revolte sich nur dank sozialen Netzwerken (z.B. Twitter) bilden konnten. Da meine Programmplanung veraltet war entschloss ich mich Philipp zu folgen um Jeff Jarvis zu begutachten, obwohl ich wie vorher angekündigt nicht sein Buch gelesen habe (darauf hat er gehofft) bin ich nach seinem brillianten Vortrag ein Fan geworden und bestelle mir am Ende des Monats sein Buch. Wenn doch nur jeder seine Vorträge ein wenig so halten würde wie der Herr Jarvis hätten wir alle ein bisschen mehr spaß. Zwischendurch probierte ich immer wieder ob das W- LAN funktionierte, es funktionierte immer nur für 3 Sekunden aber das kommt wohl dabei raus wenn 2500 Leute ins Netz wollen. Zwischendurch wurde ich vom BR gefragt ob ich ein Nerd wäre nachdem ich dies beantwortet hatte ging es zum Vortrag von Ronaldo Lemos dort hörte ich zum ersten mal von Tecno Brega gehört und wie sich diese Musik auch dank der LAN Häuser weiter verbreitet hat. Dann war es wieder Zeit für eine Überraschung, Peter Kruses Session „What’s next“ für die er auch zu recht viel Applaus geerntet hat. Nun war es Zeit für eine Session die ich auch geplant habe zu besuchen, Melissa Grant sprach über „Sex and the Internet“ und im Zuge dazu erwähnte sie auch die Apple Politik im App Store und iTunes (die wirklich komplett bescheuert ist). Sie kritisierte auch versuche Internet Seiten als anstößig zu bewerten die dazu dienen Jugendlichen aufzuklären. Alles in allem waren diese Sessions sehr informativ und spannend doch dann war es Zeit für Entertainment und die 2 Herren die das „men“ wieder zurück in diesen Begriff bringen wollten waren Herm und Nilzenburger. Dieses ist ihnen auch, trotz technischer Probleme, gelungen. Mit einer Folge „Die Pyramide“ der ganz besonderen Art und dem Bodyslambeer hat das Guten Tag Team (GTT) den Nerv des Publikums getroffen.

Der 2. Tag begann damit dass ich verschlafen hab als ich mich dann doch aufraffen konnte kam ich in den „Kleinen Saal“ der Kalkscheune, der nach der Befüllung von Menschen eher wie ein „Kleiner Raum“ wirkte, um mir eine Session die sich „Die Blog- Schule“ nannte beizuwohnen doch die Hitze die dort herrschte machte es unmöglich dieser Session bis zum ende beizuwohnen. Also ging ich rüber in den Friedrichstadtpalast um mir die „MakerBot“ Session anzuschauen und als Bre Pettis vorstellte was man mit dem 3D Drucker so alles gemacht wurde konnte ich seine Begeisterung verstehen. Nun musste ich die Zeit überbrücken bis Daniel Schmitt was über Wikileaks erzählen wollte also entschied ich mich mal dieses Club Martre zu probieren. Lasst euch gesagt sein wenn man auf ein Getränk steht welches ein wenig nach Tabak riecht und schmeckt (obwohl dies nicht Teil des Produktionszyklus ist) dann ist dies euer Getränk doch für mich war es nicht das gelobte Land in Getränke Form. Nicht falsch verstehen wenn ihr es mögt dann werdet glücklich damit ich bleibe lieber bei Apfelsaft und Co. So nun war es Zeit sich Daniel Schmitt anzugucken, dieser erwähnte für mich nichts wirklich neues trotzdem war es spannend im zuzuhören. Danach folgte ich dem Peter zur Session „Who want’s to ristrict the Internet and how?“ welche ich jetzt nicht so verfolgt habe weil ich mich mehr mit der (schwachen) Internetverbindung beschäftigt habe. Dafür hat mich die Session danach umso mehr begeistert dies lag vor allem an Jeremy Zimmermann. Nun war es Zeit für Annes Session „Ich schreibe doch nur ins Internet“, welche ich sehr gut fand. Obwohl Anne vorher sehr aufgeregt war hat sie es sehr gut gemacht zur Not hätten Philipp und ich den Ninja Dance gemacht. Sie hat mir noch mal vor Augen geführt was alles in Verbindung mit einem Tagebuch steht, sei es nun in klassischer Form oder in Blog Form. Im Anschluss an die Session stolperte ich dann über den Rouven und ging dann mit Philipp & Anne kulinarisch essen.

Mittlerweile ist es sehr spät aber für mich geht die re:publica morgen erst um 13 Uhr los das bedeutet das ich ein wenig länger schlafen kann also gute nacht.

Angekommen

25 Minuten Verspätung zeigte die Anzeigetafel in Bielefeld an in Berlin waren es dann nur noch 10. Ich dachte durch den letztjährigen New York Besuch wäre ich auf ein Liniennetz mit mehr als 4 Farben und 4 Nummern vorbereitet, dem war dann doch nicht so also DB Touristinformation aufsuchen. Dort sagte man mir dann das ich wieder nach oben gehen muss, gesagt getan ab nach Kreuzberg (früher Ghetto heute nicht mehr so Ghetto aber immer noch cool). Dort bin ich nun angekommen und sitze in meinem 5 Tage WG Zimmer das sonst vom Nikolaus bewohnt wird.

Wie ein getretener Hund

(via)

Nun ist die re:publica nur noch knapp eine Woche entfernt und ich habe fast alles erledigt damit sie los gehen kann, fast alles. Ein Schlafplatz ist das Einzige was mir noch fehlt deswegen nutze ich jetzt hier noch mal die Gelegenheit um euch alle zu Fragen wenn jemand von euch Leute kennt die auch zur re:publica gehen und vielleicht ein Appartement haben wo noch Platz ist oder ein Gruppenzimmer im Hostel in dem noch ein Platz frei ist oder frei geworden ist dann sagt ihnen doch das ein netter junger Herr noch ein Plätzchen zum schlafen brauch. Und ganz vielleicht, vielleicht gibt es ja auch einen unter euch der in Berlin residiert und denkt „Vielleicht kann ich diesen Kleinstadtjungen vor dieser großen Stadt beschützen wenn ich ihn bei mir aufnehme?”.

Ich wäre für alles dankbar was mir angeboten wird.

UPDATE:

Ich habe jetzt doch noch eine Bleibe gefunden und sie befindet sich auch nicht all zu weit weg von der re:publica.

Bringing back sweet memories

Letztens war die Bahn so voll das ich stehen musste (alle die mich kennen wissen dass das nicht so mein style ist) und wie ich da so stehe und über die Leute schaue musste ich an das obige Bild denken, an den schönen Samstag der da hinter mir lag, Brooklyn und Chinatown.

Es war irgendwie sehr komisch zum ersten mal habe ich richtig an den vergangenen Urlaub gedacht und die Bilder die ich da vor meinem Auge sah waren keine die durch irgendwelche TV Bilder generiert wurden, es waren meine eigenen. So wie ich hat niemand zuvor diese Stadt gesehen.

Keine Film Bilder, keine Musikvideosequenzen, keine großen epischen Fotos sondern meine Bilder. Die Frau die den dicken Mann in der Bahn beleidigt hat, die 2 Damen die sich von mir verfolgt gefühlt haben, die junge Dame auf dem Washington Square die mich fotografierte oder der Mann der mir vor Nathan’s sagte: „I’m feelin your Fro man.”.

Es ist wunderschön diese eigenen Erinnerungen zu haben, diese eigenen Bilder.

Thank you NY.

A day @ the Beach

Der erste Samstag und das Wetter ist perfekt, perfekt für einen Besuch am Strand. Die Fahrt dort hin dauert länger als ich denke aber wenigstens sieht man so mal mehr als die Häuser die man aus TV Sendungen und Postkarten kennt. Langsam sehe ich die Projects die ich noch aus Reportagen über Stephon Marbury kenne.

Es ist viel los an der Haltestelle Coney Island- Stillwell Avenue/ Surf Avenue, wie vermutet an solch einem Spätspät Sommersamstag sind viele Familien unterwegs. Vorbei am Wonder Wheel und dem weltberühmten Nathan’s direkt zum Atlantischen Ozean den ich das erste mal sehe. Es ist fast unglaublich wie viele Facetten diese Stadt hat, als ich aus dem Hotel rauskamen blickte ich noch hoch zu den Spitzen dieser unglaublich hohen Wolkenkratzer die schon fast arrogant auf uns hinab schauten und nun blicke ich auf das Blau das ich vor 2 Tagen noch überflog. Diese Mischung aus Meer und Messe (= Kirmes) zeigt mir aber dann doch wieder dass ich in diesem einem Land bin, überdeutlich wurde es als ich diesen Stand sah (nein ich habe nicht geschossen).

Me + NYC

Der komische Junge in New York. Ich habe keine Fotos von mir selbst gemacht das hat der Jannis23 gemacht an dieser Stelle auch danke für die Fotos.

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