Archiv der Kategorie: Timereisen

Wie ein Grizzly kämpfen

Ich muss 7 oder 8 gewesen sein, diese 3 Jungs haben mich immer gejagt und geärgert bis zu dem Punkt dass ich nicht mehr raus gegangen bin. Mein Vater fragte mich warum ich nicht nach draußen gehe um zu spielen, zu erst wollte ich nichts sagen doch dann erzählte ich ihm was in den letzten Tagen vorgefallen ist. Er schaute mich an und sagte mir in einem ruhigen Ton (wie immer) “Mischa, the next time they chase you you wont run from them. Jump the biggest one, the one that is the loudest and punch him.”, ich war ein wenig verwirrt mein Vater war kein Mensch der sonst auf Gewalt setzte. Ein paar Tage später jagten mich die Jungs wieder ums Haus und gerade als ich reinlaufen wollte hörte ich eine Stimme vom Balkon des 3.Stocks die sagte “Mischa!”, ich schaute nicht nach oben ich blieb einfach stehen drehte mich um und tat das was mein Vater mir ein paar Tage vorher sagte. Nach einer weile sah ich mich selbst wie ich auf den Jungen einschlug, als wäre es ein Film mein Vater kam und zerrte mich von dem Jungen. Nie werde ich die Blicke der anderen Kinder vergessen. Ab dem Tag jagte mich keiner mehr ums Haus.

20 Jahre später höre ich in “Das Grizzly Lied” dass ein anderer Soldat seinem Sohn den gleichen Ratschlag gab und hinzufügte “mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär”.
Thank you Dad for teaching me how to stand up for myself and kept staying a Father although you didn’t live under the same roof as we.

Und ein Dank geht auch raus an Benjamin.

Sommer mit’nem Ball

AJM, Kuhlenkamp Schule, Gesamtschule, im neuen Melittabad und ganz am Anfang auch am Scholl überall wo man konnte wurde gespielt. Scheiß auf das Netz oder offizielle Höhe, Betong, Hartgummi oder Bordsteine an den man sich den übelsten Bänderriss in der Geschichte aller Bänderrisse holen konnte. In den ganz guten Tagen hat man auf dem Boden in dresdener Sporthallen geschlafen um an den deutschen Meisterschaften teilzunehmen.

Egal wie hart am Freitag gefeiert wurde man schaffte es am Samstag rechtzeitig aufzustehen um nach Hamm/Trier/Brilon/Hannover/Bielefeld oder sonst wo zu fahren und dann auch noch ein gute bis sehr gute Leistung abzuliefern. Unser Motto war “No blood no foul” und dies verteidigten wir auch bis zum Äußersten manchmal so weit dass andere beleidigt wurden. Aber den Ruf als die “Asozialen aus Minden” hatten wir eh weg und ein wenig haben wir dieses Image auch gepflegt, denkt man nur an die male als man früh morgens durch fremde Städte fuhr und nicht zu definierende Töne ins Megafon brüllte. Man spielte bis es zu dunkel wurde oder bis der Körper nicht mehr konnte.

Irgendwann mit 35 kommen wir hoffentlich alle noch mal zusammen und reminizieren darüber ob Lebron besser slammede als Shawn Kemp, die heutigen Point Guards mit solchen wie Tim Hardaway vergleichbar sind, ob es jemanls einen so krassen Rookie Big Man wie Shaq geben wird oder ob es jemals eine so geile Rivalität wie zwischen den Knicks und den Heat in den 90′ern geben wird. Und danach schnüren wir die Knöchelbandage und rücken die Kniestütze gerade um zu sehen wie gut wir noch die Spin Moves drauf haben

Brummende Nächte

Als Kind hatte ich, wie viele Kinder vor und nach mir, angst vor Gewittern besonders vor denen in der Nacht/ im dunkeln. Meine Mutter hat es irgendwie, und gegen mein natürliches Talent angst vor vielen Sachen zu haben, geschafft das ich schnell diese Angst ablege. Schnell fing ich sogar an diese Nächte zu lieben das prasseln des Regens gegen mein Fenster, die plötzliche und kurzanhaltende Erhellung der Dunkelheit und das anschließende grummeln des Himmels.
Oft saß ich an meinem Fenster und zählte die Sekunden die zwischen Blitz und Donner vergingen aber bis heute weiss ich nicht wie man daraus die Entfernung des Gewitters errechnet.
Gerade zieht wieder ein Gewitter über mich hinweg und ich denke an diese Nächte an denen ich erfreut über meinen Triumph über die Angst aus dem Fenster den Himmel bestaunte.

11. Septiembre

Der 11. September ist für die meisten von uns mit den Anschlägen auf das World Trade Center verbunden, dadurch gerät in Vergessenheit das an diesem Tag im Jahre 1973 auch der Präsident Chiles durch einen Putsch gestürzt wurde. Salvador Allende starb, Pinochet trat an seine Stelle und herrschte als Diktator für die nächsten 17 Jahre.

BK 52

In den Bärenkämpen 52, das war die Adresse meiner Jugend, mein zweites zu Hause. mehr, mehr, mehr

Mit dem Schwert in der Hand

Er stand da,mit seinem Schwert in der Hand und schaute von der Laderampe hinab auf die unzähligen Gesichter die ihn anstarrten.
Aus dem Haus heraus das er seit seiner Geburt kannte, nicht mehr den Kirschbaum im Garten, kein Keller mehr in dem er jeden Tag etwas neues entdeckte. Stattdessen Menschen die in der Sprache seines Vaters sprachen, eine Sprache die ihm nicht fremd war jedoch nun ungewohnt oft hörte.
Nicht mehr nur eine Klingel mit einem Namen drauf sondern 6, mit 6 verschiedenen Namen. Der Nachbarsjunge hieß nicht mehr Dirk sondern Tobias (Tobeias ausgesprochen). Die Kinder gingen nicht in seinen Kindergarten und später auch nicht auf seine Schule. Gerade als er sich mit allen angefreundet hatte kamen viele LKW’s mit großen Laderampen und die Gesichter auf die er noch vor Jahren hinab gesehen hatte verschwanden mit diesen LKW’s. Seine Eltern meinten zu ihm sie sein jetzt weit weg in einem anderem Land.
Auf den 6 Klingeln stand nur noch ein Name und Tob(e)ias war auch weg.

Khaled

(via)

Es war glaube ich in der 8. oder 9. Klasse, ein Typ ist sitzen geblieben und kam dann in unsere Klasse. Dieser Junge hieß Khaled, ich glaub er kam aus Afghanistan somit war er Ausländer (ja ich kann es sagen damals kamen die Leute noch aus dem Ausland, sie waren nicht Menschen mit Migrationshintergrund) und hatte einen sehr einprägsamen Akzent. Khaled war aber in sehr vielen Sachen einprägsam und eine Sache war sehr nervend. Man kennt ja die Situation der Lehrer fragt wer die Hausaufgaben gemacht und die die sich nicht haben zeigen auf. Bei uns war das nicht unbedingt immer der Fall aber Khaled hatte da noch eine spezielle Art und Weise seine nicht vorhandenen Hausaufgaben zu rechtfertigen, er rechtfertigte sie nicht. Khaled schaute auf seines leeres Heft und sagte: „Herr Wolltman,….ich hatte da..ein Problem mit der Aufgabe..” und so weiter, nicht vergessen sein Heft war leer er war kein guter “Freestyler” wenn ihr versteht was ich meine. Er hat diese Taktik sogar bei den Mathe Hausaufgaben versucht: „Das Volumen des Zylinders C beträgt….. 4,7l.” er saß neben mir und “improvisierte”. Zu meiner Jugendzeit kannte ich viele abgebrühte Menschen und ich meine ABGEBRÜHTE Typen (Typen die Kartons direkt an der Karstadt Laderampe aus dem LKW mitnahmen, True Story) aber keiner von denen hätte so was abziehen können. Nach einem ½ Jahr musste (wollte) ich mich von Khaled wegsetzen ich konnte nicht neben ihm sitzen während er seine Improshow abzog. Kahled war nach einem Jahr wieder weg, keine Ahnung wohin.

Für Khaled

A Decade in Pictures

Na ja es handelt sich mehr um die letzten 5 Jahre da ich in den ersten 5 keine Kamera hatte. Es folgt Teil 3 der Rückblickreihe.

Mein 2. mal in Berlin und dann auch noch zur Sylvesterzeit. Das war eins der besseren Sylvester. mehr, mehr, mehr

Were the fuck are the Hoverboards

Der tatsächlich letzte Beitrag des Jahres. Ich wünsche euch allen einen guten, lustigen und gesunden rutsch ins neue Jahr. Ob ihr in den großen Städten, auf der anderen Seite der Welt, zu Hause mit der Familie, auf’m Bahnhof weil die drecks Bahn es nicht geschiessen bekomme hat, im Auto oder mit den Leuten die ihr liebt. Haut ihr rein und wir sehen uns nächstes Jahr wieder.

Marty you have to come back with me!

21014-12

Gerade war es wieder so weit wir alle sind zurück in der Zeit gereist. Marty McFly style. Ich hoffe ihr habt die wiederholte Stunde genutzt.