Schulerlebnisse (1)

Es gibt einige Berufsgruppen von denen ich glaube das in ihrem Arbeitsvertrag steht das sie unfreundlich/ unkompetent sein müssen. Zu diesen Gruppen gehören Bafög- Mitarbeiter, Hausmeister und Busfahrer. Bevor jetzt das geheule los geht, natürlich meine ich nicht jeden der zu dieser Berufsgruppe gehört aber es scheint doch eine Mehrheit zu betreffen. Hier und jetzt will ich über Hausmeister sprechen. Im Zusammenhang mit einem meiner 2 neuen pädagogischen Nebenberufe habe ich es wieder direkt mit Schule zu tun (steht „tun“ im Duden?*Randfrage*), genauer gesagt mit Hauptschulen. Nach fast 10 Jahren bin ich wieder in einer Hauptschule.
Unausweichlich verbunden mit meiner Beschäftigung an einer Schule ist das antreffen eines Hausmeisters. Der Hausmeister an der Hauptschule hat, wie jeder Hausmeister, sein Büro im Eingangsbereich, es ist dieses Hausmeister typische Büro mit dem großen Fenster hinter dem sein Schreibtisch steht und durch das er alles/ alle beobachtet. Aus diesem Büro kam der Hausmeister auch sofort als ich die Schule das erste mal betrat um mich in Empfang zu nehmen. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich schon erkennen das er kein Fan von mir war also begrüßte ich ihn und erklärte ihm wer ich bin und warum ich da bin, er schaute mich nur an und erwiederte: ,, Aber wir nehmen die Mützen vom Kopf hier drinnen.“ doch den Ton in dem er das sagte gab mir zu erkennen das er dachte „dem dicken, bärtigen, Hose auf halb 8 tragenden Knecht muss ich erst mal Manieren beibringen!“. Ich muss zugeben das ich, der sonst sehr auf Manieren achtet, komplett vergessen habe meine Cap vom Kopf zu nehmen aber das hätte man auch durchaus netter Ausdrücken können. In meinem Kopf hörte ich auf ein mal meine englische Biertrinker Persönlichkeit sprechen: ,,You twat! Who the hell you think your talking to? I’m not some soddin little kid and even if that still would’nt excuse the way you talk to me. You f*#~•£g wanka! I should smack you in the face!“. Doch ich blieb ruhig und ging weiter, ich vermied den Kontakt zu ihm.

Letztens machte eine Steckdose ein ziemlich nervendes Piepgeräusch und als ich dann unter einen Tisch kroch um den Stecker heraus zuziehen sah ich das ein rotes Kontrolllämpchen leuchtete da beschloss ich schweren Herzens den Hausmeister nach Feierabend aufzusuchen. Ich traf ihn draußen an begrüßte ihn freundlich und informierte ihn über die Steckdose, das Piepgeräusch und dem Lämpchen. Während ich ihm das sagte guckte er mich nicht an und zupfte Papierfetzen aus einem Busch da war auch gleich wieder Ashley (der Biertrinkende Enländer in mir) auf 180 und schrie: ,,Oi! You prick!“ ich ließ mir nichts anmerken und gerade als ich gehen wollte fragte er mich ob ich den Raum abgeschlossen habe ich sagte ihm das mir niemand gesagt hat das ich ihn abschließen muss. Als ich dann zurück rein gehen wollte meinte er nur das er das schon mache und nach dem ich ihn noch mals sagte das mich keiner darauf hingewiesen hat das ich abschließen muss zog er nur die Schultern hoch während er mit dem Rücken zu mir stand. Ach ja auf das Problem mit der Steckdose hat er gar nicht reagiert. Für jemanden dessen erste Worte mir gegenüber damit verbunden waren mich darauf hinzuweisen das ich keine Manieren habe hat er selber herzlich wenig Ahnung über dieses Thema.
Dieses Erlebnis reiht sich in meine vergangenen Erlebnisse mit Hausmeistern ein (bis auf 2). Für diese Abneigung gegen Hausmeister ist wohl mein aller erstes Erlebnis mit einem Hausmeister verantwortlich, dieses hatte ich auf meiner Grundschule. Der Hausmeister hieß, und das ist jetzt kein Scherz, Herr Boese. Herr Boese guckte böse, sprach böse und so weit ich mich erinnern war er böse aber in dem Punkt könnte ich mich auch irren. Er redete immer ziemlich laut und irgendwie haben wir (laut seiner Meinung nach) alles dreckig gemacht, waren immer laut und unverschämt. Dies alles führte dazu das ich eine gesunde Abneigung/ Angst vor dem Hausmeister bekam. Leider war das Büro des Hausmeisters auch der Ort wo man Kakao, Vanillemilch und Caprisonne kaufen konnte und ich war ein riesiger Capri- Sonne Fan. Das führte dazu das ich schweiß gebadet vor dem Hausmeister stand und in einer leisen Stimme nach einer Capri Sonne Orange fragte.

Man könnte nun sagen das ich dieses ganze Hausmeister- Sache übertreibe aber meine Geschichte hat mir recht gegeben das viele von ihnen gemein sind. Selbst die Hausmeister in Krankenhäusern.

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