Der weibliche Winston Wolf

Ich stand in der Wohnung meiner englischen Großeltern und da lag nun dieser Körper. Weder mein Vater noch ich waren mit der Situation überfordert. Wer von uns beiden den Mann auf dem Gewissen hatte kann ich nicht mehr sagen, es tat auch nichts zur Sache. Aber was sollten wir mit der Leiche machen? Da griff mein Vater zum Telefon und wählte eine Nummer, sprach mit irgendjemanden und legte wieder auf.
Mich wunderte immer noch mit welch einer Selbstverständlichkeit ich diese ganze Situation akzeptierte als es an der Tür schellte. Ein Mann mit hellblauen Irokesen (á la Lobo) und ein Mädchen traten ein, mein Vater hielt einen kleinen Plausch mit ihnen. Dann gingen sie zur Leiche sie hatten einen Leichensack und Handschuhe dabei also ging ich davon aus das es sich hier um Profis handelte. Obwohl ich mir das bei dem Mädchen nicht so richtig vorstellen konnte doch sie griff beherzt zu und hiefte zusammen mit der hellblauen Sascha Lobo Version den Körper in den Sack.
Während der hellblaue Sascha Lobo den Wagen zum Hintereingang fuhr fasste ich mir ein Herz und sprach das blonde kurzhaarige Mädchen an womit ich mich wieder überraschte denn das ich sie ausgerechnet in dieser absurden Situation ansprach und mir Erfolg erhoffte war sehr untypisch für mich.„Vielleicht solltest du mir deine Nummer geben damit falls es ein Notfall gibt und wir nicht deinen Kollegen erreichen wenigstens dich erreichen können?“ mir viel gleich auf das sie diesen Versuch sofort durchblickte dennoch gab sie mir ihre Nummer was mich hoffen ließ das da doch mehr gehen könnte als das übliche hin & her. Am nächsten Tag rief ich sie an ohne große Ambitionen nur um etwas in den Gang zu bringen von dem ich dachte das es sowieso nicht passieren würde doch sie lud mich zu sich nach Hause ein.
Dieser Einladung ging ich nach und wir unterhielten uns darüber was sie machte (alles außer das sie Leichen wegschafft), darüber was ich machte und über die Musik die ich auf meinem Mp3 Player hatte. Ich fand sie witzig und alles andere stimmte auch so machten wir aus das wir heute telefonieren würden. So wachte ich voller Tatendrang auf bereit sie anzurufen nur um zu merken das ich ihre Nummer nicht mehr hatte und noch was war anders ich lag in meinem Bett in Deutschland.

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Eine Antwort zu “Der weibliche Winston Wolf

  1. Sowas passiert. In diesem Fall wäre es schön, Träume deuten zu können, oder?

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