Haarzehnt

Vorwort:

Ich möchte das jeder der mich nicht persönlich kennt sich die Fotos anguckt und sich daran satt sieht und nicht mehr fingerzeigend in einer 8’er Gruppe hinterhergaft. Könnten wir das irgendwie einrichten wäre echt toll? Wenn nicht müsste ich ein paar mehr Hassbeiträge hier reinbomben.

Ich habe ja schon meine Worte für das vergangene Jahrzehnt zum Besten gegeben (mehr oder weniger) doch manchmal brauch so was auch Zeit. Und nach einiger Zeit habe ich bemerkt dass das letzte Jahrzehnt bei  mir das Jahrzehnt der Haare war. Ich ließ ihnen freien Lauf. Somit waren sie zu beginn meines Studiums bei einer Stolzen Länge angekommen (nach 3 Jahren des Nichtschneidens) was damit verbunden war das ich auch mehr Blicke auf mich zog und leider auch die ein oder andere Bemerkung/ Aktionen an die ich mich (leider) in den kommenden 6 Jahren gewöhnen musste. Ohne Scharm fassten mir wildfremde Menschen in die Haare um herauszufinden wie die sich anfühlen.

Ich: „Was sollte das denn?!”

Sie: „Wollte nur mal wissen ob die echt sind.”

Eigentlich hätte ich der jungen Dame direkt an den Busen grabschen sollen um ihr dann in ihr erstauntes Gesicht zu sagen „Wollte nur mal wissen ob die echt sind.” das hätte aber wohl eine Anzeige, eine Backpfeife, ein tritt in die Weichteile oder Hausverbot auf Lebenszeit bedeutet vielleicht sogar alles auf einmal, zudem hätte meine gute Kinderstube mir so was natürlich verboten.

Eine Reaktion auf das Gewusel auf meinem Kopf die mir ganz besonders auf’n Geist geht ist dieses mich angucken warten bis ich vorbei gehe und dann in der Gruppe von 8 Personen mir hinter her gaffen als sei ich gerade von einem goldenen, 3 köpfigen, schwertkämpfenden Delphinpapst ausgeschissen worden. Und auch wenn ich schon um die Ecke gegangen bin merke ich immer noch das ihr mir hinter her geiert. Wenn ich diese Reaktion nur bei hübschen Mädchen hervorrufen würde wäre das akzeptabel aber bei jeder Person in Deutschland, no effin way.

Die Masse an mit Keratin gefüllten Hornfäden ließ manche Menschen auch gern experimentier freudig werden. Sei es ein 2 Cent Stück in meinem Haar zu verstecken und dann die Zeit zu stoppen die ich brauche um es wieder zu finden (True Story) oder alle meine Stifte aus meiner Federmappe in meinem Haar unterzubringen (also True Story). Irgendwann kam die Idee auf meine Haare zu glätten, nicht von mir bemerkenswerter Weise kam dieser Vorschlag immer von weiblichen Freunden aber das habe ich bis heute nicht gemacht obwohl 2 Personen einen Gutschein für genau diese Sache vor 2 Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen haben.

Man könnte meinen wenn mich meine Haar so ankotzen sollte ich sie abschneiden aber es sind nur die Reaktionen auf meine Haare. Deswegen mache ich weiter und gib euch mit meinen Haaren in euer Gesicht.

Ab einem Punkt wurde ich dann aber auch mit anderen, medial besser bekannten Personen mit Locken und schwere Knochen Syndrom (das ist einfach die verlorenste Umschreibung für fette Menschen ever) verglichen u.a.

(obwohl er ↑ jetzt ganz anders aussieht)

Und seit etwa 3 Jahren werde ich in und um Bielefeld mit Mischa verwechselt sogar online. Die Verwechselungen gehen sogar so weit das sich mein Kindergartenfreund aus Paderborn meldet und sich beschwert das ich mich nicht bei ihm gemeldet habe obwohl ich in der Stadt war. Ja das war nicht ich Mischa das war der andere Mischa. Manchmal verwirre ich sogar ihn in seinem eigenen Blog

Zwischenzeitlich hatte ich auch das Bedürfnis Caps zu tragen nur sah ich dann für manch einen so aus

wenn ich sie dann abnehme waren einige der Meinung ich sehe aus wie eine andere Figur aus Sprinfield.

Ja, ja irgendwann kennt man alle mit denen man verglichen wird Andrew Stockdale (Rock am Ring 07 Story: Ein Typ neben mir guckt abwechselnd auf den Sänger der gerade spielenden Wolfmother und mich, dass geht führ gefühlte 10 Minuten so dann sagte er „Ey du siehst aus wie DER Typ! Ist das dein Bruder?”. Ohne Kommentar), Carlos Valderama (letztes Jahr in New York), Claudio Sanchez und als ich das erste mal in Berlin war meinte ein junger Herr „Der schaut aus wie der Broooitner!” (tut mir leid ich kann den bayrischen Akzent nicht so recht wiedergeben) nach einigen Minuten wurde mir klar das er Breitner meinte.

Im vergangenem Jahrzehnt habe ich mir 3 mal die Haare schneiden lassen das hatte jedes mal zur folge dass sich mein Aussehen so radikal verändert hat das mich Freunde nicht mehr wieder erkannten, kein spaß sie liefen an mir vorbei, Menschen die ich seit dem Kindergarten kannte wie mein griechischer Bruder. Das letzte mal als mir die Haare geschnitten wurden hielt ich das Bildlich fest und war hier zu sehen.

Manchmal erkenne ich meine Haare aber auch selbst nicht wieder und komme kurz zu dem Gedanken das sie mal wieder geschnitten werden müssen.

Nun ja meine Haare und ich hatten viel durch zu machen in den vergangenen Jahren und es wird wohl noch so einiges mehr auf uns zukommen aber so lange ich sie habe werde ich es ausnutzen denn wenn ich mir meine Onkels und Opas mütter- und väterlicherseits angucke sind die in weiteren 10 Jahren weg.

Als letztes noch mal der Vergleich gekämmt

vs. ungekämmt

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4 Antworten zu “Haarzehnt

  1. Hardcorekarsten

    ich findse funky

  2. Digga ich liebe dich und deine Texte 😉

  3. Bin ganz Costas Meinung. Sehr amüsant (besonders das mit den weiblichen Haarwühlern), aber wohl auch ein echtes Problem oder? Kann mich an das erste Haareschneiden erinnern, auf dem Balkon im Sommer (vor ca. 24 Jahren). Was für ein Geschrei.

  4. mach weiter mann. lass sie gaffen. und solidarität mit frauen, die auch ohne so tolle haare immer angegafft werden. schafft die gaffer ab.
    Katja

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