Archiv der Kategorie: Lebensweißheiten

We all try

(direktwirversuchenalle)

Advertisements

Wie ein Grizzly kämpfen

Ich muss 7 oder 8 gewesen sein, diese 3 Jungs haben mich immer gejagt und geärgert bis zu dem Punkt dass ich nicht mehr raus gegangen bin. Mein Vater fragte mich warum ich nicht nach draußen gehe um zu spielen, zu erst wollte ich nichts sagen doch dann erzählte ich ihm was in den letzten Tagen vorgefallen ist. Er schaute mich an und sagte mir in einem ruhigen Ton (wie immer) „Mischa, the next time they chase you you wont run from them. Jump the biggest one, the one that is the loudest and punch him.“, ich war ein wenig verwirrt mein Vater war kein Mensch der sonst auf Gewalt setzte. Ein paar Tage später jagten mich die Jungs wieder ums Haus und gerade als ich reinlaufen wollte hörte ich eine Stimme vom Balkon des 3.Stocks die sagte „Mischa!“, ich schaute nicht nach oben ich blieb einfach stehen drehte mich um und tat das was mein Vater mir ein paar Tage vorher sagte. Nach einer weile sah ich mich selbst wie ich auf den Jungen einschlug, als wäre es ein Film mein Vater kam und zerrte mich von dem Jungen. Nie werde ich die Blicke der anderen Kinder vergessen. Ab dem Tag jagte mich keiner mehr ums Haus.

20 Jahre später höre ich in „Das Grizzly Lied“ dass ein anderer Soldat seinem Sohn den gleichen Ratschlag gab und hinzufügte „mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär“.
Thank you Dad for teaching me how to stand up for myself and kept staying a Father although you didn’t live under the same roof as we.

Und ein Dank geht auch raus an Benjamin.

Die Kunst des nicht verstehens

Die einzige Fremdsprache die ich aus dem FF beherrsche ist Englisch, somit war es für mich kein Problem die meisten Lieder in meiner Jugend  zu verstehen (da sie meist auf Englisch waren). Selbst als die große Dancehall Welle nach Deutschland schwappte war ich dank meiner Patoiskentnisse auch in der Lage diese Liede zu entschlüsseln.

Doch irgendwann stieß ich auf eine französische Band Namens IAM und stand nun vor dem Problem das ich nichts verstand. Es stellte sich heraus dass es mir gar nicht so viel ausmachte die Texte nicht zu verstehen, die Musik und Stimmen transportierten genug. So erging es mir bei vielen Songs/ Alben.

Immer wieder wurde mir deutlich wie stark Musik sein kann, so stark das sie selbst die Barrieren der Sprache überwindet. Wie sonst soll ich erklären das ich Victor Jara verstehe wenn er über seine chilenischen Mitbürger und ihren Kampf singt oder warum ich Lady Stardust besser verstehe wenn Seu Jorge es singt. Selbst Lieder in solch komplizierten Sprachen wie isländisch erschließen sich mir ein wenig. Die neuste sprachliche Grenze die ich durchbrochen habe ist die koreanische dank Kim Kwang Suk, und mit einem seiner Lieder entlasse ich euch in den Tag mit der Hoffnung das er euch auch so berührt wie er mich berührt hat.

Lasst euch gesagt sein Musik ist Awesome egal in welcher Sprache oder Form.

(direktnichtsorichtigverstehen)

Ghetto

(via)

Es wird oft schlecht über Ghettos geredet (und ich meine Ghettos, manch einer nennt sie vielleicht soziale Brennpunkte oder schlechte Gegend ich nicht. Mir ist bewusst dass einige diese Orte nicht mit Ghetto bezeichnen wollen weil es für sie nichts im geringsten mit den Ghettos des 2. Weltkriegs zu tun hat oder weil die heimischen sozialen Brennpunkte nichts mit den Ghettos in Amerika gleich haben. Ja, ja redet ihr nur ich bin anderer Meinung lebt damit oder hört auf zu lesen. Deswegen wird das Wort auch nicht in Anführungszeichen gesetzt) dass es dort stinkt, dass es dort nur Drogensüchtige und Kriminelle gibt, dass dort nur die Bildungsschwachen/ verlierer leben, dass dort nur Asoziale leben und noch weiteren stereotypischen Müll der es nicht Wert ist hier reproduziert zu werden. Allen Leuten die so etwas glauben oder sogar erzählen soll gesagt sein das es keinen schöneren Platz in Deutschland geben kann als diese Ghettos. Ich bin in einem Ghetto aufgewachsen (ich nenne es so und alle Leute aus Minden würden es auch so nennen), Bärenkämpen war ein schöner Ort aufzuwachsen die Gegenden außerhalb waren schrecklich, die Leute die dort wohnten waren asozial sie bezeichneten uns als Abschaum, Kriminelle oder Taugenichtse. Wir wussten was Höflichkeit bedeutet aber als wir aus Bärenkämpen raus gingen erlebten wir keine Höflichkeit.

Im Ghetto lernst du Fußball und zwar den Fußball von denen alle dann immer verzaubert sind, schaut euch mal an wo viele der „feinen Techniker“ herkommen, der Özil spielte im „Affenkäfig“ auf Beton. Auch Streetball lernte ich im Ghetto denn wir sind in keine Halle reingekommen. Alle Leute waren immer sehr einladend und Gastfreundlich außerhalb des Ghettos habe ich dies nicht so oft erlebt. Anscheinend merken langsam auch andere Leute das diese Ghettos nicht zu scheiße sind sonst würden ja nicht so viele Leute nach Kreuzberg oder Neu- Köln ziehen wollen, das waren früher als ich jugendlich war die bekanntesten Ghettos. Ghettos sind auch schöne Orte und wenn manche mal ein wenig über ihren Tellerrand schauen würden würden sie das erkennen.

Und an alle die immer noch nicht glauben wollen dass das Wort Ghetto angebracht ist lest euch noch mal die Beschreibung zu dem Wort durch.

Random Video (71)

„Das kann ich nicht, ich hab nur noch 40 Schachteln.”

(direktsolangemanlebtsollmanrauchen)

Child Quote

(via)

In meiner 10 jährigen Laufbahn als Teilzeitpädagoge habe ich viel, sehr viel von Kindern gelernt. Schon früh habe ich für mich festgelegt Kinder genau so ernst zu nehmen wie „Erwachsene“ denn in vielerlei Hinsicht sind sie souveräner als die großen Menschen und oft genug sprechen sie auch weisere Wort als die großen Menschen manchmal haben diese Worte auch was philosophisches.

Vor 2 Jahren bei den Sommerferienspielen machte ich mein Traditionelles Specksteinangebot dabei kam ich mit den Leuten (= Kinder) ins Gespräch über Spongebob, die Leute kamen dann schnell darauf das Spongebob sich ja nie ernsthaft verletzt und wollten Selbstversuche starten z.B. sich mit einem Hammer auf die Finger hauen dies wollte ich mit dem Satz „Aber der ist ja auch ein Schwamm.” unterbinden. Ein Junge, der die meiste Zeit des Gesprächs ruhig war, erwiderte „Menschen sind auch nur Schwämme.”. BÄM! Darauf bereitet einen das Pädagogik Studium nicht vor, da kannst’e 1000 Bücher lesen und am Ende ist es ein „Kind“ das dir mehr beibringt als die 1000 Bücher.

Beim letztjährigen Sprachpädagogischen Engagement erzählte mir der Junge mit russischem Migrationshintergrund das er letztes Jahr in Russland war und er musste die ganze Zeit husten wegen dem Staub. „in Russland ist überall Staub, auch im Wald.” hinter diesem Satz vermute ich eine Metapher für den Staub den die Glasnost hinterließ.

Jedes mal gibt es was neues was mir diese kleinen & jungen Menschen beibringen und das macht den spaß in meiner Arbeit aus. Also kommt mal runter von euerm hohen Ross mit dem Namen „Erwachsen“ und begegnet ihnen auf Augenhöhe.

Schulerlebnisse (1)

Es gibt einige Berufsgruppen von denen ich glaube das in ihrem Arbeitsvertrag steht das sie unfreundlich/ unkompetent sein müssen. Zu diesen Gruppen gehören Bafög- Mitarbeiter, Hausmeister und mehr, mehr, mehr